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Fortbildungsstatistik 2012 - Klare Tendenzen mit Problemen

Veröffentlicht von am in Aufstiegsfortbildung
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Die neue Statistik über die Teilnahme an Fortbildungsprüfungen 2012 im Bereich der Industrie- und Handelskammern bestätigt langjährige Trends:

- Das Interesse an Aufstiegsfortbildung ist ungebrochen hoch. Signifikante Zu- oder Abnahmen der Prüflingszahlen sind nicht zu beobachten, allenfalls leichte Verschiebungenzwischen den einzelnen Sparten (z.B. stehen weniger Fachkaufleute- Prüfungen mehr Meisterprüfungen gegenüber).

- Von den über 58.000 Prüfungen entfällt der Löwenanteil auf Prüfungen für die sehr weiterbildungsfreudigen Kaufleute (fast 36.000). Dies ist seit Jahren so.

- Unter den kaufmännischen Fortbildungsprüfungen für die branchenspezialisierten Fachwirte hält sich stabil ein Spitzentrio:  Bankfachwirte (fast 2000 Prüfungen) werden deutlich übertroffen von Handelsfachwirten (fast 6.000 Prüfungen) und den seit 2008 wachsenden Prüfungszahlen für die Wirtschaftsfachwirte (6.200 Prüfungen).

- Die insgesamt deutlich rückläufigen Prüfungszahlen für die funktionsspezialisierten Fachkaufleute (kein einziger Gewinner!) ändern an der Rangfolge nichts. Am stärksten sind die Bilanzbuchhalter (ca. 3.000 Prüfungen, 2010 noch fast 5.000!!), gefolgt von den Personalfachkaufleuten (ca. 2.000) und den Fachkaufleuten für Einkauf und Logistik (1000 Prüfungen).

- Bei den Meistern insgesamt Wachstum, vor allem bei den unangefochtenen Spitzenreitern, den Industriemeistern Metall und Elektro (auf sie entfallen 8.000 von 11.000 Meisterprüfungen.

- Auf höchstem Niveau, den Betriebswirten und Technische Betriebswirten, herrscht Stabilität bei leichtem Vorteil für die Technischen Betriebswirte.

So weit so gut. Problematisch ist das nur für alle Interessenten an einer "kleineren" Prüfung (d.h. geringe Prüfungszahlen). Für sie bedeutet es unter Umständen Wartezeiten bzw. lange Wege zu wenigen Lehrgängen und Prüfungen in der "Fremde".
Man muss kein Prophet sein, um darin eine Ursache für den Aufstieg der Wirtschaftsfachwirte zu sehen. Das geht immer und überall. Einerseits ein guter Ausweg, andererseits schade um die spezialisierteren Fortbildungsabschlüsse und um das wichtige Spezialistentum.

Man darf gespannt sein, welche Wege die Bildungsdienstleister finden, ihre Kunden auch bei geringen Teilnehmerzahlen zu bedienen. Überregionale Kooperationen, überregional praktizierbare Unterrichtsmodelle mit Online-Anteilen sowie Fernunterricht wären z. B. drei mögliche Varianten.

Fragen Sie Ihren Bildungsdienstleister, was er wie für sie tun kann!

Dieser Beitrag stützt sich auf die DIHK Fortbildungsstatistik 2012 unter
http://www.dihk.de/themenfelder/aus-und-weiterbildung/weiterbildung/weiterbildungsstatistiken/dihk-weiterbildungsstatistiken
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Projektkoordinator von ZuSA Landes-KAUSA-Servicestelle Sachsen-AnhaltStandort- und.
Langjähriger Produktgruppenleiter IHK Bildungszentrum Halle- Dessau GmbH
35 Jahre Erfahrung als Dozent, Bildungsberater und Bildungsmanager

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