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Begriffe und Wege beruflicher Weiterbildung

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Industriemeister - Moderner Abschluß mit Tradition

Veröffentlicht von am in Aufstiegsfortbildung
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Unsere Zeit ist schnelllebig, was Gestern noch von Wert war, ist Heute möglicherweise schon vergessen. Das ist ein Trend, der auch in der Weiterbildung nicht ganz unbekannt ist.

Ein Fels in der Brandung permanenter Veränderungen im Bildungsbereich sind die Industriemeisterabschlüsse, die es  seit 1947 gibt, seit 1958 bundeseinheitlich geregelt.
Auch hier hat es unter der Oberfläche zahlreiche Verordnungsänderungen gegeben, der Erkennbarkeit und dem Renommee der Abschlüsse hat das nie geschadet. Es ist bis Heute die klassische Laufbahnperspektive für den beruflichen Aufstieg aus der Facharbeit in Führungspositionen.
Zu diesem eindeutigen Schluss kommt Petra Jones in Ihrer Analyse "Der „neue Industriemeister“ in der betrieblichen Praxis" , in der sie vorwiegend die Industriemeister Metall betrachtet, die mit etwa 8 von 10 geprüften Industriemeistern die stärkste Gruppe darstellen.
Was Heute einen Meister oder eine Meisterin ausmacht arbeitet Jones sehr deutlich heraus:
"Signifikante Merkmale der Meisterposition:
Die Meisterposition existiert in der Ende der 1990er- Jahre angenommenen Form auch weiterhin; allerdings werden in kleineren Betrieben teilweise andere Funktionsbezeichnungen benutzt oder die Meister sind durch die Position des Inhabers in eine nachgeordnete Rolle gerückt. Es lassen sich allgemein abgrenzen:
(1) eher traditionell überwachende und auch praktisch tätige Meister, die in ihrem Erfah rungsbereich wirken, von
(2) koordinierend-organisierenden Meistern, die zwischen den eigenen Bereichen und Um gebungen vermitteln, und 11
(3) akquirierenden, innovationstreibenden Meistern, die vor allem die Verbesserung in ihrem Zuständigkeitsbereich anregen und verwirklichen. Verschiedene Meister arbeiten in langfristig und konzeptionell ausgerichteten Themenbereichen (z.B. Ausbildung und Wissensmanagement, Kompensation der Alterung in der Belegschaft).
Typische Meisteraufgaben:
Als typische Meisteraufgaben lassen sich über alle zehn besuchten Betriebe hinweg drei typischen Meister-Aufgabenvarianten unterscheiden:
(1) im Bereich Prüfen und Qualität das Kontrollieren sowie Beaufsichtigen der typischen Aufgaben,
(2) Koordination der Teamarbeit, Organisieren von Arbeitsprozessen und Kooperation mit (in- und externen) Partnern und
(3) das Vorantreiben bzw. Umsetzen von Innovationen sowie die Akquisition und Optimie- rung neuer Aufträge zuordnen. Zu der letzten Variante gehört eher auch die Durchfüh- rung langfristiger Aufgaben (z.B. Kennzahlenverfolgung)."

Mit diesem Profil behaupten sich die Meister auch sehr eindeutig gegen Akademiker, die mit ihrem Profil eher seltener Führungsaufgaben in Produktionsnähe einnehmen.

Wichtiger Fingerzeig für die Unternehmen und deren Personalverantwortliche : Meister sind betriebsreu!
Die Mehrheit der Meister schätzt ein, dass sich mit dem Abschluss ihre Chancen am Arbeitsmarkt verbessert haben und sehr viele auch attraktivere Arbeitsaufgaben  erreichen. Nur 16% haben dafür den Betrieb gewechselt.
Wenn das kein Bekenntnis der Meister zu ihren Arbeitgebern ist und für die Unternehmen kein Grund, die Meisterqualifizierung zu unterstützen!!
Gelegenheit dazu ist sehr bald. Interessenten der Fachrichtungen Metall Elektro, Mechatronik und Chemie können dabei sein.

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Projektkoordinator von ZuSA Landes-KAUSA-Servicestelle Sachsen-AnhaltStandort- und.
Langjähriger Produktgruppenleiter IHK Bildungszentrum Halle- Dessau GmbH
35 Jahre Erfahrung als Dozent, Bildungsberater und Bildungsmanager

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